sei kühn, tu’s!

ich gehe leidenschaftlich gerne laufen. hin und wieder begegne ich im englischen garten einem in meinen augen wirklich bemerkenswerten läufer. er hat mich nachhaltig berührt hat. schon als ich ihn zum ersten mal sah, wurde mir schlagartig klar:

jeder mensch kann sofort einen weg finden, das zu tun, was er will – wenn er will!

sicher, manche dinge ( z.b. einen marathon laufen ) brauchen zeit, ein gewisses vorwissen, training, erfahrung oder unterstützung von außen. dennoch gilt:

wer nicht tut, was er will, der will es auch nicht. vielleicht noch nicht. auf jeden fall nicht wirklich. wer will, beginnt!

wie ist es mit dir? 

was willst du seit langem tun und tust es – bisher – doch – noch – nicht?

dich beruflich neu ausrichten.
gesünder kochen.
ein kind bekommen.
ausreichend schlafen.
abnehmen.
klettern.
urlaub machen.
deinen typ verändern.
dich beim sex ausprobieren.

whatever… du denkst schon ganz lange daran, du hast es dir schon viele male vorgenommen. du sprichst sogar mit anderen über deine vorhaben. wenn nur die guten gründe nicht wären… keine zeit, keine kraft, kein geld, kein partner, schlechte gelenke, mangelnde kondition, schüchternheit, unsicherheit, und und und…

ganz gleich, wie überzeugend und einleuchtend deine einwände und gründe dagegen auch sein mögen…

solange du es nicht tust, willst du es nicht.

glaube mir, wenn es dir wirklich wichtig wäre, du es wirklich wollen würdest, du tätest es schon!
du wüsstest (mindestens) EINEN weg. 

dieser mann, den ich im englischen garten sah, wollte ganz augenscheinlich laufen. er hatte genau den willen, den es braucht, um etwas zu beginnen, auch dann, wenn vieles dagegen spricht. er ist übergewichtig, wiegt sicher an die einhundert, wenn nicht mehr kilos. er ist körperlich gehandicapt, trägt bandagen an den füßen. und er hat einen hund, der sich offensichtlich nur schwer dazu bewegen lässt, monoton hinter ihm her zu laufen. aus diesem grund trägt der mann beim laufen große, lange stöcke bei sich, zusammen genommen wiegen sie nicht gerade wenig. immer dann, wenn sein hund anstalten macht, stehen zu bleiben, schmeißt er einen der stöcke weit voraus.
dieser mann läuft. warum? weil er es will. warum so? weil es vielleicht der einzige weg für ihn ist, es zu tun. es spielt auch keine rolle, wie er läuft… er läuft! viele andere tun es nicht. sein ECHTER will hat mich wirklich beeindruckt.

was willst du?
wirklich?
in welchem bereich machst du dir und anderen vielleicht noch etwas vor?
wie ließe sich das schnell ändern?

unterlasse es große reden zu halten. höre auf, nur in kühnen träumen zu leben. zeige verantwortung: verantwortung für dich, dein tun und dein können und beginne. pflastere deinen weg nicht mit ausreden!
auch wenn du angst hast und nicht weißt, ob du am ende erfolg haben wirst:

sei kühn, tu’s!

was „kosten“ deine verletzungen?

verletzungen sind teil unseres lebens. manche sitzen tief, manche begleiten uns kurzweilig, manche sind traumatisch. sie beeinflussen unsere denkweise, unser verhalten, unsere lebenswege, auch die art, wie wir das leben sehen und wir uns auf andere zubewegen.
 
wie schnell wir es schaffen, verletzungen zu überwinden, hängt nicht nur von der art und dem ausmaß des erlebten ab, sondern zu einem großen teil (auch) VON UNS SELBST:
von unserem willen, das leid und den schmerz hinter uns zu lassen… von unserer fähigkeit und bereitschaft, uns von dem geschehenen zu distanzieren… von unserem vermögen, das positive im üblen zu sehen. von unserem „opferwillen“ und der bereitschaft, wieder nach vorne zu schauen. anders gesagt: von unserem eigenen entschluss, dem schmerz NICHT MEHR ZEIT UND RAUM ALS NÖTIG zu geben.
 
 
manchmal vergessen wir das. manche wissen es nicht. und  manche wollen es nicht anders, sie verharren im schmerz. tage, wochen, monate, vielleicht sogar jahre… darum schreibe ich diesen post.
 
du wurdest… ausgenutzt / hintergangen / betrogen / belogen / verlassen / gekündigt / untergraben / behindert / sabotiert / ruiniert /…?
 
 
ganz klar, das tut weh! vor allem am anfang. nur, wenn du den schmerz einmal (!) voll gefühlt hast, kannst du dich schlussendlich von ihm lösen. in dieser zeit ist es wirklich wichtig, dass du besonders auf dich schaust, dir deine aufmerksamkeit schenkst und dich so gut du kannst auf’s liebevollste achtest und umsorgst. was brauchst du jetzt? selbst-trost! bitte so lange, bis der „erste schock“ und der schlimmste schmerz vorüber sind.
 
und dann? irgendwann lässt der schmerz nach. der schmerz verändert sich. das kannst du leicht daran merken, dass deine gedanken wieder einsetzen und du beginnst, das erlebte einzuordnen und zu bewerten. dein kopf schaltet sich ein.
 
das war jetzt schlimm… das werde ich nie vergessen… darüber werde ich nie hinwegkommen… das werde ich nie verzeihen… usw. 
 

wir alle kennen, haben diese gedanken.

dies ist der moment, in dem du aufhorchen und dir gut überlegen solltest, wie es weitergeht.
 
meist entscheidet sich dies ohne unseren willentlichen einfluss unterbewusst. wir lassen uns leiten von unserer angst und unserem schmerz und sind anderen gegenüber nun plötzlich (beispielsweise) misstrauisch, vorsichtig, zurückhaltend, abweisend oder voreingenommen. wir bemerken diese änderung auch an uns und fühlen uns auch nicht sonderlich wohl damit, denn die angst beseitigt das nicht. aber auf keinen fall wollen wir eine ähnliche verletzung erleben. also passen wir auf…
 
willst du wirklich mit deinem wesen, deiner liebe, deinem vertrauen auf dauer so haushalten?
glaubst du, das kann „gut“ gehen?
 
aus der praxis weiß ich: erfüllung und freude bringt es nicht. es führt nur zu ähnlichen verletzungen, weil wir mit unseren gedanken und gefühlen nicht frei sind und sie so unterbewusst immer wieder aktivieren oder anziehen.
 
es geht auch anders. wie? durch bewusste, vollkommene loslösung. indem du dich entschließt, den schmerz hinter dir zu lassen und wieder „ECHT“ lebst und NEUES in dir wachsen und auf dich zukommen lässt.
du fühlst den schmerz einmal. voll. und dann öffnest du dich für das, was du wirklich erleben, fühlen, erreichen willst. du wechselst den fokus. du lässt dich ein, vertraust, entspannst, lässt locker, lebst drauf los, liebst (wieder). GANZ BEWUSST. du hältst dich selbst nicht zurück. du weißt, was du erleben willst und konzentrierst dich darauf, behältst deine wünsche fest im blick. du tust selbst ALLES MÖGLICHE dafür. du jammerst nicht mehr, du beendest die alte leier, switchst um. auch wenn es manchmal schwer ist, lässt du hinderliche gedanken und selbstzweifel los. du weißt, dass jeder moment, in dem du als opfer wieder im alten film zappst, dich beraubt.
was kosten dich deine verletzungen?
wieviel energie, zeit, gedanken verwendest du darauf?
was würdest und vor allem könntest du stattdessen am liebsten tun?
 
 
ganz gleich, was du erlebt hast:
du musst nicht dein leben lang unglücklich bleiben.
wunden können heilen. wenn man sie lässt.
ansonsten kosten sie dich wertvolle lebenszeit.
 
 

dein lästiges „ES“

du möchtest ein altes thema endlich loswerden, ein überflüssiges oder nervig gewordenes verhalten endlich aufgeben, zum ziel kommen, entschlossen neues leben.
du hast „ES“ angeschaut, bearbeitet, für dich geklärt. bücher gelesen. dir vielleicht sogar unterstützung geholt, geld und zeit investiert. gekämpft, gekämpft, gekämpft.

doch „ES“ will nicht gehen, du wirst „ES“ einfach nicht los, dieses thema, dieses muster. was könntest du noch tun? dir fällt nichts mehr ein. du kommst nicht dagegen an.
vielleicht bist du nicht stark genug?
wirst du es jemals schaffen ‚ES‘ hinter dir zu lassen?
verzweiflung, ohnmacht, scham, wut.
dabei willst du „ES“ doch wirklich nicht mehr.
was du willst, ist doch eher das gegenteil…

du willst dich über ein bestimmtes thema nicht mehr aufregen.
du willst die nörgelei von deinem partner nicht mehr hören.
du willst dich nicht mehr so leicht verunsichern lassen.
du willst nicht mehr so lange im büro bleiben.
du willst kein fleisch mehr essen.
du willst nicht mehr rauchen.

und du schaffst „ES“ nicht…
wieso „GEHT ES“ nicht?
du hast doch alles dafür getan. alles. und doch:
„ES BLEIBT“.

was ist aktuell dein „ES“?
warum wirst du es nicht los?

solange du dein problem – deine unfähigkeit, deinen mangel, deine unzulänglichkeiten, … – in das zentrum stellst, wirst du zwangsläufig (!) darum kreisen und nicht davon los kommen. klingt logisch, und doch nimmst du das, was du (noch) nicht schaffst und leisten kannst, wie selbstverständlich jeden tag auf’s neue in den fokus und beschäftigst dich immer und immer wieder damit. du schaust eben nicht „andauernd“ nach vorne, du „kreist“ eben nicht „ständig“ um das, was du erreichen könntest oder führst dir vor, was du schon geschafft hast. nein, du siehst nur, was oder wo du (noch) nicht bist und was dich hindert, aber nicht, was du könntest. warum eigentlich nicht???

wer in die falsche richtung schaut, wird niemals ankommen.
und wer vorwärts leben will, darf nicht zu lange rückwärts schauen.

also: blickwinkel ändern und handeln!!!
anstatt weiter zu versuchen, das nervige „ES“ loszuwerden und ihm damit jedes mal wieder neue energie zu schenken, lasse NEUES in dein leben. jeden tag. anstatt darum zu kreisen, was du nicht mehr willst, formuliere, WAS DU WILLST und was du ab sofort TUN wirst. nicht gegen das alte, FÜR das neue! jeden tag ein bisschen mehr davon…

welches ziel du dir auch gesetzt hast: wähle stets den passenden blickwinkel.

mach’ dir bewusst, was du tun kannst. handle.

erlerne eine atemtechnik.
plane feste freizeiten ein.
beende gespräche, wenn du dich unwohl fühlst.
triff‘ verabredungen mit menschen, die dich unterstützen könnten.

auch wenn „das ende des alten“ vielleicht noch nicht in sicht ist: hab’ den mut nach vorne zu schauen und zu gehen. genau das wird dir kreative einfälle und FORT-SCHRITTE ermöglichen und dein „ES“ mit der zeit verblassen lassen.

scanner?

“scanner“ lieben es, verschiedenen aufgaben, tätigkeiten und interessen nachzugehen, nicht selten sogar parallel. allzu gerne suchen sie das neue, abwechslungsreiche, herausfordernde. über längere zeit an einer sache dranbleiben, zum beispiel einem projekt, oder an einer beziehung arbeiten und auf ein ganz bestimmtes ziel hin arbeiten…? nicht ihr ding! sie mögen es lieber komplex, bleiben am puls der zeit und orientieren sich neu, wenn etwas vielversprechenderes winkt oder das bisherige sich schlicht nicht mehr stimmig anfühlt. das ist auch absolut okay – wenn es denn wirklich „stimmt„.

meine erfahrung ist, dass auch scanner sich in bestimmten bereichen nicht nur stabilität wünschen, sondern sie auch brauchen, um persönlich zu reifen und zu wachsen, und vor allem, um auf dauer wirklich erfüllt und glücklich zu leben. manche erkennen dessen bedeutsamkeit erst, wenn im beruflichen oder privaten der erfolgt ausbleibt und sich auch im inneren keine ruhe einstellen will. auch scanner kennen das beschleichende gefühl, vor etwas weg zu rennen und gegen die eigene die sehnsucht nach etwas anhaltendem, stabilem zu handeln.

anstatt den konflikt mit dem chef zu lösen, bewerbungen für einen neuen posten schreiben..?
anstatt eine zeit lang weniger außenkontakte zu pflegen, nach wenigen wochen wieder zusagen für treffen geben…?
anstatt am buch weiter zu schreiben, es vielleicht doch besser mit einem blog probieren…?
anstatt geld für ein coaching zurückzulegen, vielleicht doch lieber ein paar tage verreisen?

wer an solchen wegpunkten radikal ehrlich mit sich selbst ist, sich kritisch mit seinen persönlichen antreibern auseinandersetzt und dazu noch seine tiefsten wünsche und sehnsüchte mit in den blick nimmt, kann die wahre antwort auf das, was in zukunft ansteht und tatsächlich zu tun ist, finden.

gerade für „scanner“ ist es immens wichtig, zu unterscheiden, was die wahren beweggründe für den wechsel eines vorhabens, traums oder ziels sind.

nicht jeder sprung ist ein entwicklungssprung!

steht hinter dem gedanken etwas neues zu beginnen vielleicht die angst mit dem aktuellen zu scheitern?
steht hinter dem gedanken mir etwas anderes zu suchen vielleicht die sorge, dass ich mich zu sehr zeige, blamiere oder schuldig mache?
habe ich angst davor, verantwortung zu übernehmen? angst davor, für etwas zu stehen – mit meinem namen, meinem tun und wirken?
habe ich angst vor der erfahrung des „wirklich neuen“, vor dem, was „danach“ kommt?

anders gefragt:

hast du schon herausgefunden, was passiert, wenn du dir über eine lange zeit treu bleibst?

wenn dich eine oder mehrere dieser fragen ansprechen, hast du zwei möglichkeiten.

du kannst eine gute ausrede erfinden, den umschwung z.b. auf dein „scannersein“ schieben und dich auf neuen kurs begeben. um dich dann kurzzeitig erleichtert zu fühlen, bis du vielleicht an einen ähnlichen punkt kommst…
oder aber du kannst dich dazu entscheiden, stetig in deinem tun zu bleiben. du kannst lernen mit deiner angst und deinen sorgen um dich und die zukunft zu leben. du kannst lernen, dich mit kritikern auseinanderzusetzen und dich von energiefressern verabschieden. du kannst – vielleicht zum ersten mal – lernen AN DIR SELBST dranzubleiben und herausfinden, wohin dich das führt. vielleicht zum erfolg, ins glück, ins geliebte leben zurück… ganz bestimmt nicht weiter von dir weg.

in den meisten fällen geht es überhaupt nicht um „scanner-oder-nicht-scanner-sein“, wie ich es häufig beobachte. vielmehr geht es um wirkliches sein, um kompromissloses sich-zeigen, um authentisches sich-hingeben, mit ALLEM, was ich bin, will und werde.

wer WAHRHAFTIG an sich dran bleibt, entfernt sich vielleicht von manchem oder manchen, hat aber die chance, zu sich und seinem WAHREN SEIN zurück zu kehren.

in diesem sinne wünsche ich dir„stetes handeln“.
alles liebe

denise

das ewige denken…

allzu gern ist er beschäftigt: unser geist. wirklich ausgezeichnet ist sein denken…
es geht vor, es geht zurück.
in schleifen. sprüngen. kreisen. hin und her. quer.
endlos. bewusst. unbewusst.
verrückt.

nicht ohne grund spricht man von denkmustern, -arten, -stilen… sport!

denken ist von wert. es kreiiert, es löst, es konstruiert.
es strukturiert, es motiviert, es trägt.
es bringt uns durch den tag.
denken steht für inneren reichtum, für vielfalt und verstand.
nicht zu unterschätzen: seine macht.
denken prägt.

doch was, wenn es zu viel wird, dich auf schräges oder schlicht nicht weiter bringt?
was, wenn dir raum zum fühlen, intensiven leben fehlt, weil es gedanklich immer weiter geht?
was, wenn du gefangen bist in gedanken über das, was war… das, was sein könnte… das, was nicht ist…?
lass es mich dir so direkt schreiben:

HÖR AUF DAMIT!

LASS ES STILL WERDEN IN DIR.

KOMME INS JETZT.
ATME.

ALLES, WAS WIR HABEN, IST JETZT.

zurück führt selten ein weg nach vorn. und wer ständig an das morgen denkt, verpasst, was gerade ist.
welche rolle spielt das, was war, wirklich? und was hilft es dir, wenn du deine zukunft in gedanken schon perfekt zurecht gezimmert hast, und das alles gar nicht „ist“?

natürlich müssen wir und ist es hilfreich zu denken. aber ständig? pausenlos?
was hast du davon, ständig in gedanken zu sein?
nährt es nicht verdammt oft auch ängste, zweifel und unsicherheiten?
hält es dich nicht auch oft fern von wundervollen möglichkeiten?

MÖCHTEST DU DEIN LEBEN WIRKLICH „DURCH-DENKEN“?

wenn du es nicht möchtest:

ERLAUBE DIR DENK-FREIHEIT!

erkenne unnütze, dich beschwerende, einengende gedanken.
verabschiede dich von ihnen. lass sie gehen. nimm wirklich abstand.

du bist nicht deine gedanken. ehrlich! du kannst sie beeinflussen.
konzentriere dich auf das, was ist, und was du wirklich brauchst.

ES IST DEINE VERANTWORTUNG.

du musst nicht jeden gedanken „zu dir nehmen“ und „zu ende denken“.
du darfst auch STOPP sagen und das kommando mal dem herzen, deiner seele, deinem körper überlassen. sei so frei, zu denken, was und wann du willst. lege pausen ein.

du darfst dich treiben lassen! und mehr noch, du darfst vertrauen haben: in deine höhere führung, die schöpfung, DAS LEBEN.

wer nur daran denkt zu leben, lebt nicht! 🙂

alles liebe,

denise

 

kannst du dir zeit lassen?

kaum noch jemand wundert sich über die schnelligkeit, mit der wir uns durch unser leben bewegen. ganz gleich, ob wir arbeiten, alltägliches erledigen, uns fortbewegen oder kommunizieren… moderne technologien haben überall einzug gehalten: hauptsache digital, multifunktional, megaeffektiv!

in den flieger oder einen ice zu steigen ist heutzutage vollkommen normal. der kaffee wird to-go getrunken, das handy mit nachrichten, fotos, musik und spielen vollgepackt, bücher für gestresste in 15-minuten-kompakt-versionen angeboten, uhren mit ‚health care‘ instrumenten versehen. active wear erspart umziehen, bürsten können locken wickeln. schnell muss es gehen. bitte möglichst viel parallel. geräte, die sich ‚nur’ auf eine funktion beschränken? da müssen die meisten schon lachen.

ich will diese technischen neuerungen nicht grundsätzlich verurteilen oder schlecht machen. sie erleichtern unser leben in vielerlei hinsicht. sie bieten komfort, verschaffen uns zeit für andere dinge, die uns wichtig (er) sind, erhöhen unsere mobilität und arbeitskraft. alles gut.

was ich nur leider zunehmend beobachte und feststelle: menschen werden zunehmend auch so behandelt. und menschen beginnen sich selbst immer mehr zu behandeln wie eine maschine, die entweder nicht richtig oder nicht schnell genug tickt. die erwartungen werden immer höher geschraubt,  der tag bis obenhin voll gepackt, to do listen angelegt, von a nach b geht es im laufschritt, mails werden „mal eben so“ auf dem klo gecheckt. alles wird optimiert, kostet zeit, zeit, zeit.

ein phänomen, das längst nicht mehr nur manager betrifft, sondern quer durch alle berufsgruppen und hierarchien geht und sogar mütter, jugendliche und rentner vereinnahmt. keine zeit, immer spät dran, alles zwischen tür und angel natürlich möglichst auf einmal erledigt – und doch ist die zeit immer knapp… und wehe, wenn irgendwas plötzlich nicht „funktioniert“: der körper streikt, das auto seinen dienst versagt, das kind krank wird…den ausstieg schafft manch einer leider nur noch durch den eigenen burnout.

nicht ohne grund wünschen sich so viele menschen eine auszeit. nicht ohne grund boomt der „entspannungsmarkt“, wird yoga bis zum abwinken praktiziert, slowfood auf die menukarte gesetzt und der markt von selbsternannten ‚lebenshelfern’ überschwemmt.

was mehr und mehr fehlt, ist der menschliche umgang: mit sich selbst, mit den eigenen ressourcen, der persönlichen lebenszeit, mit anderen.

 

kannst du dir zeit lassen?

 

wo gönnst du dir zeitlichen luxus, zeitliche freiheit?

in welchen bereichen könntest du dir (wieder mehr) zeit geben, dir selbst freien lauf lassen?

wo lässt du anderen menschen „ihre“ zeit?

 

auch wenn jeder tag irgendwann endet:

du hast ein leben.

du hast zeit.

 

achte auf dein tempo.

sonst bist du irgendwann schneller als du es willst:

am ende.

 

alles liebe

denise

 

zeit vergeht!

innerhalb von drei wochen sind zwei geliebte menschen aus meinem engsten kreis verstorben. deswegen möchte ich heute über den wert der zeit schreiben.

aus nächster nähe mit erleben zu dürfen, wie ein mensch sich auf das ende seines lebens zubewegt und wie er auf die zeit zurück blickt, die er gelebt hat, und die menschen, mit denen er sie geteilt hat, war für mich ein unendlich kostbares geschenk. selten habe ich augenblicklich so deutlich gespürt, wie wertvoll unser leben und unsere zeit hier auf diesem planeten eigentlich sind. und mich beinahe zwangsläufig gefragt, wie und womit ich meine zeit tagtäglich fülle und wie sinnvoll und erfüllend das auch auch auf lange sicht ist…

glücklicherweise habe ich mich schon vor jahren dazu entschieden, mein leben wirklich lebenswert zu gestalten und das, was ich tue, auch vor diesem hintergrund immer wieder kritisch zu hinterfragen und neu auszurichten. daher bin ich mit meiner „lebensbilanz“, insbesondere mit den letzten jahren, wirklich sehr, sehr zufrieden. und doch ist die gefahr da, das große ganze, das was man eigentlich will, im strudel des alltags und dem gewusel der mitmenschen wieder aus den augen zu verlieren und sich ablenken zu lassen.

man denkt, man hat noch so viel zeit, der nächste tag wird wohl kommen… und schon wird sie geopfert, außer acht gelassen, hinten angestellt, einfach laufen gelassen, verschoben, nicht „für voll genommen“… die wertvolle, eigene zeit.

überstunden werden ‚natürlich’ gemacht, private vorhaben gestrichen, streits nicht beendet, kinder vertröstet, die gesundheit vergessen, träume überbewertet, visionen über den haufen geworfen, umwege in kauf genommen, eigene bedürfnisse hinten angestellt…

so verrinnt sie, unsere zeit. sie vergeht.

manche von uns bemerken dies leider erst spät. manchmal zu spät.

die beste zeit für veränderungen ist immer jetzt!

darum folgende fragen an dich heute:

ist dir bewusst, wie du lebst, deine zeit füllst?

wie zufrieden bist du rückblickend damit, vor allem aber aktuell?

ist dir klar, dass (auch) du (irgendwann) stirbst?

was ist dir wichtig? berufliche entfaltung? freudvolle beziehungen? selbstbestimmtheit im alltag? fitness? gesundheit?…

wie erreichst du, was du willst?

was kannst du jetzt sofort tun?

manchmal sind es nur kleine „dinge“: ein gespräch, ein heißes bad, ein kurzes workout, eine versöhnliche geste, eine to do liste für die woche…

die meiste zeit rauben aber die „aufgeschobenen“ großen: eine entscheidung treffen. konsequent ja oder nein sagen. gehen oder bleiben. gewohnheiten aufgeben. neues beginnen. scheinbar unmögliches wagen. authentisch sein.

ganz gleich, was du heute noch tust und wie du dein morgen planst: lebe! lebe dein leben!
und vergiss‘ nicht: veränderungen beginnen immer im jetzt.

und ich möchte dich dabei lächeln sehen! 🙂

in diesem sinne alles liebe

deine denise

stop it: schluss mit der geschichte!

die ausweglose situation, die neverending story, das ganz große kino, das ewige drama. das nicht zu stoppende hamsterrad, der dauerstress, das unmögliche verhalten, die unüberwindbare kränkung… bist du ein guter „storyteller“?

wie mir in gesprächen immer wieder auffällt, ist vielen menschen oft nicht bewusst, wie sie selbst dazu beitragen, dass sich bestimmte leidvolle erfahrungen oder geschichten in ihrem leben auf unangenehme weise festsetzen oder im schlimmsten fall sogar ständig wiederholen. ihnen ist oft gar nicht klar, dass die art und weise, wie sie über etwas vergangenes erlebtes berichten, mit dazu beiträgt, in der zukunft andere, positive erfahrungen zu machen.

„immer werde ich… (z.b. ausgenutzt/ hintergangen/ überhört).

ich bin nicht … genug (z.b. sportlich/ intelligent/ hübsch/ vermögend), um zu… .

ich bin ein schlechter… (z.b. verhandlungspartner/ liebhaber /zuhörer).

ich werde niemals den … (z.b. job/ partner/… ) finden, der…

ich mache alles falsch. ich bin alles schuld. ich werde niemals lernen…

ich bin nicht geboren um zu… .

der/die/das … wird sich niemals ändern.

es gibt keine alternative.

ich habe keine wahl. es ist aussichtslos.“

allen diesen äußerungen ist gemeinsam, dass man sich in dem moment..

– selbst stark abwertet,

– als opfer der situation wahrnimmt und darstellt,

– auf die eigenen schwächen konzentriert,

– den blick für die eigenen ressourcen verliert,

– alternative handlungsoptionen, perspektiven, chancen ausblendet,

– sich selbst als selbstunwirksam, (handlungs-)unfähig oder machtlos etikettiert,

und sich damit immer mehr in eine echte abwärtsspirale und immer tiefer in das „elend“ hinein manövriert, bis es tatsächlich irgendwann sehr schwierig wird, aus der geschichte wieder heraus zu kommen.

dauerhaft können solche „geschichten“ verheerende auswirkungen haben: wir beginnen, diese geschichten irgendwann tatsächlich zu glauben und dementsprechend zu denken, zu fühlen und zu handeln. wir bemerken nicht mehr, wie selbstschädigend unsere art zu sprechen eigentlich geworden ist und wie sehr unsere sprache und unsere gedankenwelt immer mehr von selbst konstruierten blockaden, abwehrmechanismen und sabotagen durchzogen ist. manchmal passiert es, dass unser umfeld sich abwendet, weil uns unsere story niemand mehr „abnehmen will“ und versuche uns zu einem umdenken zu bewegen nicht mehr zu uns durchdringen.

anstatt unseren „wirklichen, wahren anteil“ an der situation zu sehen und uns auf unsere handlungsmöglichkeiten, lösungskompetenzen und ressourcen zu besinnen, schränken wir uns und unsere selbstwirksamkeit ein, meiden zunehmend bestimmte situationen und beziehungen und rücken uns eine „schöne“ geschichte zurecht. wir können nichts dafür, wir haben ja nur… hauptsache, wir müssen uns nicht verändern, die anderen sind schuld.

ich möchte dir dazu sagen: „stop it“!

höre ganz genau hin, lausche deine worten. glaubst du (dir) das wirklich? kommt dir deine geschichte an manchen stellen vielleicht ein wenig seltsam, einseitig betrachtet oder „einfach gestrickt“ vor? wenn ja: sieh zu, dass du diese diese story schleunigst beeendest und dich endgültig von ihr verabschiedest. ob du es hören magst oder nicht: du ganz allein trägst die verantwortung für dein wohlbefinden und leiden, deine geschichten, dein leben.

höre auf, teile von dir und wie du selbst zur situation beigetragen hast, zu verleugnen, und frage dich:

wie verhält es sich tatsächlich (eher)?

wie sollte die „geschichte“ wirklich lauten?

wie könnte/ sollte sie sich besser entwickeln?

welche neuen denkweisen, verhaltensweisen, rollen könnte oder müsste ich dazu einnehmen? zumindest einmal ausprobieren?

was habe ich du mich vielleicht bisher noch nicht ehrlich getraut zu sagen, zu tun oder zu denken?

was würde mir helfen wieder eigens regie über mein leben zu führen?

wo gilt es mehr selbstverantwortung zu übernehmen?

wie kann ich in meinem leben (wieder selbst mehr) wirksam sein und aktiv für andere, positive erfahrungen sorgen?

höre auf zu glauben, dass andere mehr einfluss haben und mächtiger sind als du. versuche wirklich, deine situation einmal anders zu betrachten und anzugehen. schluss mit der alten leier, der immerselben geschichte: stop it now and start new! erlaube dir heute ganz bewusst gute, kraftvolle gedanken und entscheide dich dazu heute positiven einfluss auf dich und dein leben zu nehmen. in diesem sinne: schlag‘ mal neue kapitel auf! 🙂

alles liebe

denise

Marrakech 04:2012 – 236