trenn‘ dich!

heute möchte ich dich dazu einladen, dich bewusst von allem zu verabschieden, das dir nicht – oder vielleicht nicht mehr – entspricht, das nicht (mehr) zu dir gehört, passt oder schlichtweg überflüssig geworden ist. oder schlimmer noch: dir unnötig lebensfreude, kraft und energie raubt.

oft bemerken wir den ballast, der sich mit der zeit in uns oder um uns herum angehäuft hat, lange nicht, sondern erst dann, wenn er zu einer echten, spürbaren last für uns oder unsere gesundheit geworden ist und uns das leben im wahrsten sinne des wortes so „schwer“ macht, dass eine auseinandersetzung damit zwingend erforderlich wird. doch so weit muss es nicht kommen, man kann sich frühzeitig „trennen“.

es gibt viele arten von ballast, die wir bewusst oder unbewusst tag für tag mit uns herumschleppen:

  • seelischer ballast: dazu gehören ein negatives selbstkonzept oder -bild, hinderliche glaubenssätze, unerfüllbare erwartungen, übertriebene selbstzweifel, verdrängte bedürfnisse, unterdrückte gefühle und sehnsüchte, ständige grübeleien und wiederkehrende sorgen, lästige oder schädliche gewohnheiten.
  • sozialer ballast: dazu gehören andauernde streits, ungelöste konflikte, stagnation in bestimmten rollen („alleskönner“, „braves mädel“), nicht förderliche beziehungen („krafträuber“, „zeitfresser“), mobbing, mangelnde abgrenzung, gefühle von einsamkeit und isolation, ungeliebte verpflichtungen, freizeitstress, „tote“ kontakte.
  • ökonomischer ballast: brachliegender besitz, überflüssiger hausrat, ungenutzte gegenstände, kleidungsstücke, schulden, pc-und datenmüll, unverhältismäßige arbeit, finanzielle belastungen, verträge.
  • körperlicher ballast: überflüssige pfunde, schad- und giftstoffe, genussmittel, medikamente, süchte, bewegungsmangel, schlafstörungen, lustlosigkeit, erkrankungen, burn out

ich könnte die liste mit arten und beispielen wahrscheinlich noch endlos fortführen. doch stattdessen möchte ich viel lieber dich dazu anregen, dir deine momentane situation einmal vor augen zu führen und dich zu fragen, wovon du dich ab sofort eigentlich trennen kannst bzw. zukünftig möchtest.

was entspricht dir nicht (mehr)?

was in deinem leben ist wirklich überflüssig geworden?

wovon möchtest du dich – innerlich oder äußerlich – trennen?

was möchtest du loswerden, aufgeben, beenden?

am besten hältst du deine antworten schriftlich fest und notierst auch gleich konkrete vorhaben oder maßnahmen: wie werde ich mich von „…“ trennen, „…“ aufgeben, um „…“ erleichtern? wie konkret, und bis wann?

in zeiten, in denen wir große entwicklungsfortschritte machen, geschieht vieles nahezu automatisch: wir beenden eine beziehung, knüpfen neue kontakte, kündigen verträge, misten die wohnung aus, geben das rauchen auf, ernähren uns gesund, treiben sport und ähnliches mehr. doch in den zeiten dazwischen tun wir vieles davon eben nicht oder viel zu wenig. dabei haben solche trennungen – oder besser gesagt BEWUSSTE VERÄNDERUNGEN – etwas sehr förderliches:

sie befreien, sie erleichtern, sie reinigen und klären. sie schaffen raum für neues, für persönliche entwicklung und wachstum.

darum: sei es dir wert, nimm‘ dich wichtig und verabschiede dich von allem, das dir nicht (mehr) entspricht.

schaffe platz für dein sein, dein wahres, vollkommen authentisches ich.

in diesem sinne: trenn’ dich!!!

alles liebe,

denise

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jetzt, hier, heute

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wenn ich in diesem moment auf mich und mein leben schaue, so bin ich ohne jeden zweifel sehr glücklich und zufrieden damit.

lebenswert. liebenswert. ausgefüllt. angenehm ruhig, und dennoch lebendig.

das ist die GEGENWART. so würde ich mein leben heute bezeichnen. und ich bin sehr dankbar dafür.

denn das war nicht immer so. es gab zeiten, da hatte ich auf verschiedenen ebenen mit dem leben zu kämpfen.

es gab eine zeit, in der ich beinahe ständig krank war. eine zeit, in der es tiefe konflikte mit meinen eltern gab. eine zeit, in der ich todunglücklich in beziehungen war. eine zeit, in der (scheinbare) freundschaften mich belasteten. eine zeit, in der ich mir große sorgen machte, meistens um die zukunft.

diese zeit ist vorbei. sie ist VERANGENHEIT.

jetzt, hier, heute: sitze ich in der sonne, genieße die kraftvollen strahlen und erfreue mich meines lebens, so wie es augenblicklich ist. ich bin gesund. ich bin dankbar für meine familie. ich liebe meinen mann und meinen sohn, meinen beruf. ich pflege echte freundschaften. ich freue mich auf die ZUKUNFT.

natürlich ist mein leben nicht jeden tag so. jeder hat mal einen schlechten tag, ist mal krank, streitet sich usw. aber es gibt immer mehr tage, die so sind wie oben beschrieben: weitgehend bis vollkommen unbeschwert. seitdem das so ist, hat das leben hat für mich einen solchen wert und eine solche qualität angenommen, dass ich es wirklich, wirklich liebe und keinen einzigen tag mehr missen mag.

dorthin zu kommen war wirklich nicht einfach. zeitweise war es harte arbeit. an mir. an meinem selbstvertrauen, meinem selbstbewusstsein, meinem blick auf das leben. meinen beziehungen. meinen glaubenssätzen, verhaltensweisen. meinen einstellungen, „vor-stellungen“ und werthaltungen. das wirkte sich natürlich auch auf mein umfeld aus. beziehungen und kontakte veränderten sich, von so manchem und manchen trennte ich mich. erst noch zögerlich, dann zunehmend konsequent. das ergebnis? das leben, das ich heute führe, hat mit meinem früheren wenig zu tun. mein leben ist im positivsten sinne „umgekrempelt“. ich bin frei und unabhängig. und was andere darüber denken, ist mir nicht mehr so wichtig. auch das war früher anders.

auch achte ich mittlerweile besonders darauf, dass dieser glückliche zustand so schnell nicht wieder eintrübt oder einreißt. man könnte sagen: mein leben ist mir heilig geworden. ich sorge für mein inneres und äußeres wohlbefinden. ich achte auf das, was ich aufnehme, die menschen und energien, mit denen ich mich umgebe. ich achte auf das, was ich tue. kurz gesagt: ich bin achtsam mit mir und meinem leben. ich lasse es nicht vor sich hin schleifen und tag für tag einfach so vergehen. ich versuche, jedem tag bedeutung zu schenken, einen sinn zu verleihen. ich möchte mich später an ein glückliches leben erinnern!!!

warum nun schreibe ich dir dies? ich möchte dir ein authentisches beispiel dafür geben, dass es wirklich möglich ist, ein lebenswertes, liebenswertes, glückliches leben zu führen. ich möchte, dass es dir (auch) rundum gut geht. ich möchte dir mut machen, dich – jetzt, hier, heute – aufzumachen und für dein glückliches leben zu sorgen.

sicher, es ist nicht einfach und ohne dich, ohne deine „mit-arbeit“ und „mit-wirkung“ geht es nicht. doch es lohnt sich. wirklich!

darum meine einladung: wirf noch heute einen achtsamen blick auf dich und dein leben:

  • wie geht es dir damit?
  • womit kämpfst du gerade?
  • welche themen, leiden, konflikte schleppst du schon lange mit dir herum?
  • wer oder was raubt dir energie/ kraft/ platz/ zeit/ geld/… ?
  • was möchtest du beenden, hinter dir lassen, anders fortsetzen, neu anfangen?
  • was möchtest du tun, um dich – am besten schon morgen – besser zufühlen?
  • wie sorgst du für gesundheit, zufriedenheit und unbeschwertheit in deinem leben?

womit beginnst du – jetzt hier, heute – für deine glückliche zukunft?

in diesem sinne alles liebe

denise

die kraft der freiheit

für die meisten von uns ist  heute ein „freier“ tag. die arbeit ruft nicht, die geschäfte für den alltäglichen bedarf haben geschlossen und es gibt kein festes programm, das es zu erledigen gilt.

wie nutzt du die FREIE zeit? fühlst du dich FREI heute? bist du so FREI und tust heute, worauf du wirklich lust hast?

vielleicht machst du einen ausflug in die natur oder treibst endlich einmal wieder ausgiebig sport, vielleicht liegst du auch lieber mit einem buch und einer wolldecke auf dem sofa und machst es dir gemütlich. vielleicht verabredest du dich mit freunden, unternimmst etwas mit deiner familie oder besuchst eine interessante veranstaltung. vielleicht arbeitest du ab, was du in der vergangenen woche nicht geschafft hast. vielleicht lässt du dich zu etwas hinreißen, wonach dir eigentlch gar nicht der sinn steht. vielleicht ziehst du dir auch einfach nur die decke über den kopf. Oder du weißt gar nicht, was du mit deiner freien zeit überhaupt anstellen sollst.

was bedeutet für dich FREIE ZEIT?

liebst du freie tage wie heute, weil sie dir die gelegenheit geben, aus dem alltäglichen hamsterrad auszusteigen? hasst du sie, weil dir in deiner freien zeit vieles, das du ansonsten eher verdrängst, schmerzlich bewusst wird? oder ist ein freier tag für dich nichts besonderes, weil du jeden tag als einen für dich „freien“ tag begreifst, der dir wie jeder andere auch die chance bietet, dein leben nach deinen vorstellungen zu gestalten und zu leben? oder ist für dich jeder tag ein geschenk, eben aus genau diesem grund: weil du damit anfangen kannst, was du willst?

Ist DIR das eigentlich bewusst? ist dir klar, dass…

  • genau betrachtet JEDER tag ein FREIER tag ist?
  • du jeden tag die CHANCE hast, etwas bestimmtes daraus zu machen?
  • du jeden tag die WAHL hast, wie du lebst, welcher arbeit du nach gehst, mit welchen menschen du dich umgibst, wie viel freude du an deinem leben hast, wie du deine lebenszeit füllst?
  • du die ENTSCHEIDUNG triffst, was aus DEINEM freien tag wird? JEDEN TAG???
  • … dass jeder tag ein tag deines lebens ist? ein LEBTAG für dich!

bedenke: jeder tag schenkt dir ein stück leben, oder er kostet dich ein stück leben.

das, was du heute tust oder nicht tust, wird zu einem teil deines Lebens – unveränderlich.

stell’ dir vor, du würdest für jeden deiner lebtage ein bild malen, und die bilder am ende zu einem großen buch binden. wie sähen deine lebtage aus?

fröhlich, traurig, glücklich, gestresst, einsam, niedergeschlagen, bunt, zuversichtlich, beschwingt?

wie sähe dein bild für DEINEN FREIEN TAG HEUTE aus? was erlebst du?

wie nutzt du die freie zeit, die chance, die sich dir heute bietet?

ich möchte dich dazu einladen, deinen freien tag heute bewusst zu gestalten. aber eben nicht nur heute, sondern auch den tag morgen und übermorgen. jeden deiner lebtage. vergiss nicht: es sind freie tage. und sie sind wertvoll und kostbar. mach‘ was draus!

und ganz gleich, was du heute tust: ich wünsche dir, dass du dich wohl fühlst und ein lächeln auf den lippen trägst.

alles liebe,

denise

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alle sorgen los!

gehörst du auch zu der sorte menschen, die sich irgendwie ständig sorgen macht?

  • du hattest ein paar kilo zu viel auf den hüften und warst besorgt, dir könnte es vielleicht nicht gelingen sie jemals los zu werden. eines tages dann hast du es geschafft, und du fängst an, dich zu sorgen, du könntest viel zu schnell wieder an gewicht zu nehmen… du kannst deine wunschfigur einfach nicht genießen.
  • lange warst du voller sorge, ob du die „liebe deines lebens“ finden würdest. hurra, irgendwann ist sie da – und mit ihr die sorge, wie lange die gefühle wohl anhalten mögen…
  • in deiner familie schwelt schon lange ein konflikt, und deine sorge ist, dass dies für immer so bleiben wird. doch dann fasst ihr euch alle ein herz, es kommt zur aussprache, das thema wird abgehakt. ob der frieden halten wird? du traust ihm nicht…
  • du kämpfst tag für tag für dein berufliches oder privates glück, du engagierst dich wirklich vollblütig für deinen erfolg, und wenn du zurückblickst, hat sich die mühe auch wahrlich gelohnt: alles ist gut. eigentlich kein grund zur sorge… doch… wie lange währt dein glück noch…?

und so vergeht kein tag, an dem du nicht geplagt von irgendeiner sorge bist. dabei wünschst du dir eigentlich nichts mehr als einmal einen tag lang alle sorgen los zu seinen. sorgen los, einfach mal sorglos! nur wie?

schau’ dir deine sorgen einmal genau an: wenn du z.b. …

  • seit dem erreichen deines wunschgewichts wieder angefangen hast wieder unverhältnismäßig viel süßigkeiten zu essen,
  • dich deinem partner/ deiner partnerin gegenüber ziemlich distanziert und launisch verhältst anstatt offen anzusprechen, was dich beunruhigt,
  • oder auch ein anderes mitglied deiner familie nicht aufhört, die „alten geschichten“ aufzuwärmen,

dann sind diese sorgen vielleicht berechtigt, weil das, worüber du dir sorgen machst, in der zukunft vielleicht tatsächlich eintreten wird, wenn du dein verhalten nicht augenblicklich änderst, also fortsetzt. in dem fall solltest du beginnen, dein destruktives verhalten unmittelbar zu ändern, so dass du dir keine sorgen mehr machen musst. packe die süßigkeiten weg, verändere deine laune, stopp’ die alten geschichten, usw. diese art von sorgen zeigen, dass du dich eben noch NICHT (wirklich) um dich gesorgt hast. in dem moment, wo du das erkennst und änderst, wird das besorgstsein überflüssig: weil du für dich sorgst, anstatt dich zu sorgen!

verhält es sich aber so, dass du wirklich bereits voll und ganz für dich, dein wohl, deine gesundheit, dein liebesglück, deinen beruflichen erfolg oder was auch immer sorgst – im sinne von einsetzt und alles in deiner macht stehende tust, um diesen zustand aufrecht zu erhalten – dann sorgst du dich wirklich grundlos. deine sorgen ergeben auch bei näherer betrachtung keinen rechten sinn, und das weißt du inzwischen auch. trotzdem kämpfst du tagtäglich mit ihnen, denn sie wollen einfach nicht verschwinden. dann gelingt es dir vielleicht erst, die sorgen abzulegen, wenn du verstehst, woher sie kommen, welchen ursprung sie haben. nicht selten haben wir sie von unseren eltern oder anderen engen bezugspersonen übernommen. bei sich hartnäckig haltenden sorgen ist dies sogar fast immer der fall.

ist deine mutter/ dein vater jemand, der stets um dich und/oder „die welt“ besorgt war? hast du kommentare wie „muss das denn sein?“, „ob das wohl gut gehen wird?“, „wenn das nicht mal schief gehen wird“, „also, ich weiß ja nicht, ob das eine gute idee ist“, „hast du dir das auch wirklich gut überlegt?“, „wo soll denn das hinführen?“ oder ähnliche häufig zu hören bekommen?

dann könnte es sein, dass deine sorgen ihren ursprung dort haben. wenn du diese art der „generellen“ oder auch „durchgängigen besorgtheit“ los werden möchtest, empfehle ich dir, sie in form einer kleinen übung zurück zu geben.

die übung

  1. mache dir bewusst, dass es im grunde nicht deine sorgen sind, sondern die deiner eltern usw.
  2. mache dir klar, dass du wenig einfluss darauf hast, inwieweit deine eltern sich sorgen um dich machen oder nicht, und dass es letztlich ihre entscheidung ist oder nicht.
  3. frage dich: will ich sorglos leben?
  4. wenn ja: entscheide dich dazu, wirklich für dich zu sorgen: durch konkretes handeln, optimistisches, zuversichtliches denken und glauben anstatt wie bisher weiter in ängsten, zweifeln und sorgen zu verharren.
  5. löse dich innerlich wie äußerlich von deinen sorgen und bringe dies mit hilfe eines symbols zum ausdruck. das symbol hilft dir, dich von den sorgen zu verabschieden. dazu von mir noch ein paar vorschläge:
  • durchtrennen der sorgenschnur: nehme einen hübschen faden. für jede sorge machst du einen knoten in den faden. du kannst dir zusätzlich vorstellen, dass die person, von der du die sorgen übernommen hast, das eine ende halten und du das andere. schneide dann den faden hinter den sorgenknoten ab und binde das knotenfreie ende um dein handgelenk. das andere fadeenende kannst du verbrennen. trage das sorglose band es ein paar wochen oder hänge es an einer stelle in deiner wohnung auf, an der du häufger vorbei gehst.
  • blume der zuversicht: schreibe die sorgen, die dich bisher begleitet haben, auf einen zettel, wickele sie um einen stein und vergrabe diesen draußen in der natur. mache anschließend einen spaziergang. spüre, wie du innerlich und äußerlich abstand von den alten sorgen nimmst und pflücke eine blume vom wegrand. zuhause kannst du sie trocknen und als „anker“ für sorgenfreie augenblicke einrahmen. du kannst auch mehrere blumen pflücken und sie verschenken.
  • sorgenballons: du kannst auch ballons mit deinen sorgen beschriften und sie frei geben, indem du sie in den himmel aufsteigen lässt.
  • vielleicht fällt dir selbst noch etwas ein, das du tun kannst, um deine sorgen abzulegen. gerne kannst du deine ideen auch unter diesem beitrag posten.

ich wünsche dir die kraft und den mut, deine überflüssigen sorgen los zu lassen.

in diesem sinne „sorgen los“ und bis bald,

denise

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du darfst: dich frei denken!

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in dieser woche ist mir in der arbeit mit meinen klienten erneut sehr eindringlich bewusst geworden, wie oft wir menschen uns durch unser denken selbst einschränken: in unseren träumen, möglichkeiten, lebenswegen, lebensweisen, stilen, zielen, gefühlen und vielem, vielem mehr.

  • ICH kann doch nicht vorstand werden!
  • ICH kann nicht einfach meine arbeitszeit reduzieren!
  • ICH kann doch nicht einfach den job wechseln!
  • ICH kann unmöglich meinen stundenlohn erhöhen!
  • ICH kann niemals vier wochen urlaub am stück nehmen.
  • ICH kann das meinem partner nicht zumuten!
  • ICH kann das unmöglich tragen!

ich könnte die liste endlos fortführen. auffällig ist, dass alle sätze mit „ICH kann nicht“ beginnen. andere könnten es sicherlich, aber ich..? ich doch nicht! niemals!

dabei stimmt diese aussage in den meisten fällen – wenn man sie ganz genau betrachtet – so nicht.

ich könnte eigentlich schon, wenn ich

  • … wollte.
  • … es mir erlauben würde.
  • … keine angst vor veränderungen hätte.
  • … mehr selbstbewusstsein hätte, es mir zutrauen würde.
  • … die reaktion anderer nicht so wichtig nehmen würde.
  • … an mich und meinen erfolg glauben würde.

viel hilfreicher als sich gedanklich also immer wieder zu sagen, was man alles nicht kann oder was alles nicht möglich und unerreichbar ist, wäre somit, sich zu fragen:

  • unter welchen umständen könnte ICH?
  • was bräuchte ich (von mir), damit ICH…?
  • wie wäre es möglich?
  • was würde mir helfen, es zu tun?
  • und vor allem: wie müsste ICH denken? vor allem über mich, mein tun?

wichtig ist also, sich gedanklich auf seinem weg nicht selbst einzuengen und zu beschränken, sondern sich im wahrsten sinne des wortes

FREI ZU DENKEN.

 

ICH kann. ICH darf. ICH will.

 

mit diesem post möchte ich dich ermutigen:

 

hör auf, dir deine träume und wünsche mit gedanken selbst zu verbauen.

erlaube dir gedankliche stolpersteine, aber bleibe nicht darauf sitzen.

traue dich, mutig über sie hinweg zu sehen.

fange an, DICH frei zu denken!

 

alles liebe

deine denise

 

 

enttäuscht? warum du trotzdem froh sein solltest!

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arten, enttäuscht zu werden, gibt es viele. jemand hat dich enttäuscht. etwas hat dich enttäuscht. du bist von dir selbst enttäuscht. keine davon ist angenehm, im gegenteil sogar oft sehr schmerzlich und nicht so leicht zu vergessen. warum ist das so? eine enttäuschung macht uns bewusst, dass sich etwas oder jemand anders verhält als wir gedacht haben. eine situation, ein mensch, eine beziehung stellt sich plötzlich anders heraus als wir angenommen haben. etwas ist irgendwie ganz und gar nicht so, wie wir erwartet haben.

das allein ist schon eine schmerzliche erkenntnis. vergrößert wird der schmerz jedoch noch dadurch, dass eben nicht „nur“ eine bestimmte annahme, eine vorstellung oder erwartung zerplatzt und von der einen auf die anderen sekunde hinfällig wird. nein, nein, wir haben uns darauf verlassen, wir haben darauf vertraut, wir haben darauf gebaut, daran geglaubt, vielleicht sogar viel kraft, zeit, gefühle oder arbeit investiert. im moment der enttäuschung zeigt sich dann, dass die investition vielleicht teilweise vergebens war, es auf jeden fall aber zu einer anderen entwicklung als der gewünschten kommen wird. eine beziehung oder eine freundschaft zerbricht, berufliche wege trennen sich, lebensträume zerplatzen, eigentum geht verloren, ziele verlieren an wert, und vieles mehr.

wozu sind enttäuschungen also gut? warum sollten wir auch noch dankbar dafür sein?

eine enttäuschung bedeutet eine „ENT-TÄUSCHUNG“. das heißt, eine täuschung, die stattgefunden hat, wird beendet. in dem moment, in dem wir eine ent-täuschung erleben, hört die täuschung auf und wir sehen (wieder) klar. wir nehmen wahr, was tatsächlich ist, und erkennen, was nicht ist. so gesehen ist die enttäuschung an sich nichts schlechtes, und das was uns schmerzt, ist genau genommen eigentlich nicht die enttäuschung, sondern die täuschung, die vorher statt gefunden hat, eine ganz zeit lang unbemerkt blieb und schließlich offen vor uns liegt.

wenn wir genau hinschauen, kann uns eine enttäuschung sogar vieles lehren:

  • was hat mir die enttäuschung gezeigt?
  • in welchen situationen sollte ich mich in zukunft besser anders verhalten?
  • welche konsequenzen ziehe ich für mich aus dieser enttäuschung? wie kann ich in zukunft besser acht auf mich geben, ähnlichen erfahrungen vorbeugen?
  • welche neuen seiten kann ich an mir entdecken? welche stärken könnte ich jetzt entwickeln?
  • welche chance birgt diese enttäuschung?

so gesehen können und sollten wir am ende froh sein über jede „enttäuschung“.

sie gibt uns anlass, klarer weiter zu leben.

sei so frei…! antizyklisches verhalten

sei so freihast du schon einmal etwas von antizyklischem verhalten gehört? antizyklisches verhalten kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, festgefahrene situationen, starre verhaltensmuster, langweilige gewohnheiten oder emotionale durchhänger zu überwinden. im coaching und in der therapie spricht man in dem zusammenhang auch von paradoxen interventionen, die den klienten dazu bringen sollen, die „alten kreise“ zu verlassen und einmal komplett neue denk- und verhaltensweisen auszuprobieren. dahinter steckt die annahme, dass ein problem nicht auf die weise gelöst wird, wie es entstanden ist.

 

willst du also, dass sich etwas bei dir verändert, solltest du nicht (immer) mehr von dem tun, was du schon immer getan hast, sondern etwas anderes, neues. sich antizyklisch zu verhalten, heißt, für eine weile…

  • sich von den eigenen erwartungen an sich selbst, seinen vorstellungen und meinungen von sich selbst zu lösen,
  • sich einer gänzlich neuen sichtweise zu öffnen,
  • alternative lösungswege zu suchen und auszuprobieren,
  • den allgemeinen erwartungen nicht zu entsprechen,
  • sich außerhalb seiner „komfortzone“ zu bewegen,
  • mit bisher undenkbaren, außergewöhnlichen denk- und verhaltensweisen zu experimentieren.

ich nenne dir ein paar beispiele:

  • bisher hast du in langweiligen gesprächen immer freundlich gelächelt und in dich hinein gegähnt. nun aber sagst du, dass dich das thema nicht interessiert und bittest um einen themenwechsel. falls das nicht funktioniert, ziehst du dich aus der konversation zurück.
  • bisher hast du die versteckten seitenhiebe eines freundes kommentarlos hingenommen. nun aber sprichst du deine verletztheit offen an.
  • bisher hast du dich immer so gekleidet, dass es ganz gut aussah, irgendwie zur breiten masse passte und du mit deinen outfits nicht sonderlich aufgefallen bist. für ein paar tage aber kleidest du dich nun aber einmal mutig, extravagant und sexy.
  • bisher hast du immer bart getragen. jetzt zeigst du mal glatte haut.
  • bisher hast du deinen kollegen in teamsitzungen immer das erste und letzte wort überlassen. nun aber führst du mal für zwei wochen das wort.
  • bisher hast du, obwohl du selbstständig bist und dein arbeitspensum eigentlich frei bestimmen kannst, jeden arbeitstag um punkt 7.00 uhr begonnen und nie vor 18 uhr aufgehört. nun beginnst du den tag mit kaffee& croissant beim franzosen ums eck, und wenn schönes wetter ist, setzt du dich mit PC in den park und arbeitest von dort.
  • bisher hast du mindestens 10x am tag zu deinen kindern gesagt „warte, ich komme gleich, ich muss nur noch…“. jetzt aber antwortest du mal mit „ja, gerne, ich bin da für dich. wie kann ich dir helfen?“ und stellst anders zurück.
  • bisher hast du beim sex dem partner den anfang überlassen. nun zeigst du mutig initiative.
  • bisher hast du morgens vor dem spiegel gestanden und über dein aussehen gemeckert. jetzt machst du dir drei komplimente über dein aussehen und lächelst dein spiegelbild an.

diese liste könnte man noch unendlich fortsetzen. vielleicht sind dir beim lesen auch ein paar dinge eingefallen, die du bisher so getan und jetzt anders tun könntest.

vielleicht stockt dir an dieser stelle aber auch gewaltig der atem. das soll ich tun??? ja, tatsächlich braucht es eine gute portion mut, sich in einem vertrauten bereich, einer beziehung oder gewohnten umgebung plötzlich einmal ganz anderes zu verhalten. dein verhalten wird ja auch von anderen wahrgenommen. nichtsdestotrotz lohnt es sich.

du hast die chance, neue seiten an dir kennen zu lernen. du kannst dich aus deinem korsett der gewohnheiten befreien. du kannst für dich herausfinden, ob dir das neue verhalten gut tut, ob das leben für dich leichter wird. du kannst lernen, dich wichtig zu nehmen. überflüssig gewordene gewohnheiten ablegen. dein umfeld positiv überraschen. deinen selbstwert stärken.  dachtest du bisher, du könntest dieses oder jenes nicht, so wirst du nun vielleicht feststellen, wozu du fähig bist. wenn du dich traust…
dazu möchte ich dich heute einladen:

sei so frei. sei mutig. anders. neu.

nur für eine weile.

anschließend kannst du entscheiden, ob du den bisherigen, gewohnten weg fortsetzt oder das neue in dein leben integrierst. wirklich frei zu sein bedeutet auch bewusst zu wählen.

alles liebe, denise