scanner?

“scanner“ lieben es, verschiedenen aufgaben, tätigkeiten und interessen nachzugehen, nicht selten sogar parallel. allzu gerne suchen sie das neue, abwechslungsreiche, herausfordernde. über längere zeit an einer sache dranbleiben, zum beispiel einem projekt, oder an einer beziehung arbeiten und auf ein ganz bestimmtes ziel hin arbeiten…? nicht ihr ding! sie mögen es lieber komplex, bleiben am puls der zeit und orientieren sich neu, wenn etwas vielversprechenderes winkt oder das bisherige sich schlicht nicht mehr stimmig anfühlt. das ist auch absolut okay – wenn es denn wirklich „stimmt„.

meine erfahrung ist, dass auch scanner sich in bestimmten bereichen nicht nur stabilität wünschen, sondern sie auch brauchen, um persönlich zu reifen und zu wachsen, und vor allem, um auf dauer wirklich erfüllt und glücklich zu leben. manche erkennen dessen bedeutsamkeit erst, wenn im beruflichen oder privaten der erfolgt ausbleibt und sich auch im inneren keine ruhe einstellen will. auch scanner kennen das beschleichende gefühl, vor etwas weg zu rennen und gegen die eigene die sehnsucht nach etwas anhaltendem, stabilem zu handeln.

anstatt den konflikt mit dem chef zu lösen, bewerbungen für einen neuen posten schreiben..?
anstatt eine zeit lang weniger außenkontakte zu pflegen, nach wenigen wochen wieder zusagen für treffen geben…?
anstatt am buch weiter zu schreiben, es vielleicht doch besser mit einem blog probieren…?
anstatt geld für ein coaching zurückzulegen, vielleicht doch lieber ein paar tage verreisen?

wer an solchen wegpunkten radikal ehrlich mit sich selbst ist, sich kritisch mit seinen persönlichen antreibern auseinandersetzt und dazu noch seine tiefsten wünsche und sehnsüchte mit in den blick nimmt, kann die wahre antwort auf das, was in zukunft ansteht und tatsächlich zu tun ist, finden.

gerade für „scanner“ ist es immens wichtig, zu unterscheiden, was die wahren beweggründe für den wechsel eines vorhabens, traums oder ziels sind.

nicht jeder sprung ist ein entwicklungssprung!

steht hinter dem gedanken etwas neues zu beginnen vielleicht die angst mit dem aktuellen zu scheitern?
steht hinter dem gedanken mir etwas anderes zu suchen vielleicht die sorge, dass ich mich zu sehr zeige, blamiere oder schuldig mache?
habe ich angst davor, verantwortung zu übernehmen? angst davor, für etwas zu stehen – mit meinem namen, meinem tun und wirken?
habe ich angst vor der erfahrung des „wirklich neuen“, vor dem, was „danach“ kommt?

anders gefragt:

hast du schon herausgefunden, was passiert, wenn du dir über eine lange zeit treu bleibst?

wenn dich eine oder mehrere dieser fragen ansprechen, hast du zwei möglichkeiten.

du kannst eine gute ausrede erfinden, den umschwung z.b. auf dein „scannersein“ schieben und dich auf neuen kurs begeben. um dich dann kurzzeitig erleichtert zu fühlen, bis du vielleicht an einen ähnlichen punkt kommst…
oder aber du kannst dich dazu entscheiden, stetig in deinem tun zu bleiben. du kannst lernen mit deiner angst und deinen sorgen um dich und die zukunft zu leben. du kannst lernen, dich mit kritikern auseinanderzusetzen und dich von energiefressern verabschieden. du kannst – vielleicht zum ersten mal – lernen AN DIR SELBST dranzubleiben und herausfinden, wohin dich das führt. vielleicht zum erfolg, ins glück, ins geliebte leben zurück… ganz bestimmt nicht weiter von dir weg.

in den meisten fällen geht es überhaupt nicht um „scanner-oder-nicht-scanner-sein“, wie ich es häufig beobachte. vielmehr geht es um wirkliches sein, um kompromissloses sich-zeigen, um authentisches sich-hingeben, mit ALLEM, was ich bin, will und werde.

wer WAHRHAFTIG an sich dran bleibt, entfernt sich vielleicht von manchem oder manchen, hat aber die chance, zu sich und seinem WAHREN SEIN zurück zu kehren.

in diesem sinne wünsche ich dir„stetes handeln“.
alles liebe

denise

Share Button